Denkmalschutzgesetz Mecklenburg-Vorpommern

Am 28.12. 1993 trat das Denkmalschutzgesetz von Mecklenburg-Vorpommern (DSchGM-V) in Kraft, die derzeit gültige Form vom 06.01. 1998 hält fest:

"§ 2 (1) Denkmale im Sinne dieses Gesetzes sind Sachen, Mehrheiten von Sachen und Teile von Sachen, an deren Erhaltung und Nutzung ein öffentliches Interesse besteht, wenn die Sachen bedeuted für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen oder für die Entwicklung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen sind und für die Erhaltung und Nutzung künstlerische, wissenschaftliche, geschichtliche, volkskundliche oder städtebauliche Gründe vorliegen.

(5) Bodendenkmale sind bewegliche oder unbewegliche Denkmale, die sich im Boden, in Mooren sowie in Gewässern befinden oder befanden. (...)"

Unter diese Begriffsbestimmung fallen die oben erwähnten Fundgruppen, die sich in den Gewässern von Mecklenburg-Vorpommern befinden. Die Besonderheit des Denkmalschutzgesetzes liegt in dem nicht zeitlich definierten Denkmalbegriff. Somit sind auch Schiffe, die in jüngerer Zeit sanken geschützt, wenn an deren Erhaltung z.B. wegen des geschlossenen Inventars oder einer besonderen Maschinenanlage öffentliches Interesse besteht.

Zur Beachtung:
  • der Finder ist verpflichtet, einen Fund zu melden (§11)
  • Ausgrabungen und selbst Nachforschungen unterliegen der Genehmigungspflicht (§12)

Daraus ergibt sich für Taucher, die eine Fundstelle entdecken, daß sie möglichst keine Gegenstände berühren, sich entsprechend austarieren und nach Ende des Tauchgangs entweder die nächste Polizeidienststelle oder gleich die zuständigen Behörden, in aller Regel das Landesamt für Bodendenkmalpflege, informieren. Um die Fundstelle wieder aufzufinden, ist eine möglichst genaue Positionsermittlung wichtig.

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